Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat am Dienstag zwölf alte Autokennzeichen an den Bund weitergeleitet, um sie künftig wieder für den Straßenverkehr genehmigt zu bekommen. Dabei handelt es sich um Anträge aus den Landkreisen Elbe-Elster, Märkisch-Oderland, Ostprignitz-Ruppin, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße. Für die Lausitz sind die Zulassung von FI (Finsterwalde), SFB (Senftenberg), CAL (Calau), GUB (Guben), FOR (Forst) und SPB (Spremberg) beantragt.

Diese und eine Vielzahl anderer Kfz-Kennzeichen waren nach der Kreisgebietsreform 1993 abgeschafft und neu vergeben worden. Doch viele Städte wollten sich mit dem Verschwinden der Kürzel ihrer Kommune auf dem Auto-Nummernschild nicht abfinden. Nach einer Umfrage der Hochschule Heilbronn (Baden-Württemberg) im Vorjahr hatten sich fast zwei Drittel der Brandenburger ihre alten Kfz-Kennzeichen zurückgewünscht.

Vor diesem Hintergrund verweist Minister Vogelsänger darauf, dass das Interesse in den Landkreisen dennoch eher gering ausfalle. Mit der seit dem 1. November 2012 gültigen neuen Fahrzeugzulassungsverordnung sei das Zurück zu alten Kennzeichen aber grundsätzlich möglich.

In Sachsen ist der Run auf ehemalige Kfz-Kennzeichen unterdessen schon fast vorbei. Der Freistaat hatte als erstes Bundesland den Start bereits Anfang November des Vorjahres vollzogen, nachdem das Land eine erfolgreiche Bundesratsinitiative mit initiiert und beim Bundesverkehrsministerium eine Liste mit 45 alten Kennzeichen beantragt hatte.

Unter den genehmigten Alt-Kennzeichen sind HY (Hoyerswerda), KM (Kamenz), NOL (Niederschlesische Oberlausitz), WSW (Weißwasser) und NY (Niesky). Nach ersten Erhebungen gab es dabei im Landkreis Görlitz besonders viele Anmeldungen für eine kostenpflichtige Umkennzeichnung, erklärt eine Dresdner Ministeriumssprecherin.