Dann werde Schatzmeister Christian von Drigalski Vorschläge unterbreiten, um die Union auf ein „strukturell sicheres Fundament“ zu stellen, sagte CDU-Sprecher Rüdiger Scholz. Im März hatte der CDU-Vorsitzende Ulrich Junghanns die finanzielle Situation der knapp 7000 Mitglieder zählenden Union als „sehr angespannt“ bezeichnet. Schon im vergangenen Jahr war wegen der parteiinternen Querelen die Spendenbereitschaft nach Angaben des früheren Schatzmeisters Peter Zierbocks stark gesunken, 220 Mitglieder kehrten der CDU den Rücken.
Der CDU-Vorstand rügte am Freitagabend zudem das Geschäftsgebaren der alten Parteiführung im Landtagswahlkampf 2004 offiziell. Dabei ging es um eine Summe von rund 580 000 Euro, die über die Firma „Mano!“ des damaligen Landesgeschäftsführers und heutigen Vize-Regierungssprechers Mario Faßbender abgewickelt wurden. In ihrem Beschluss wirft die heutige Unionsspitze Faßbender unter anderem vor, nicht ausreichend kaufmännische Grundsätze eingehalten zu haben. Außerdem missbilligte der Vorstand, dass der damalige Generalsekretär Thomas Lunacek, Schatzmeister Dierk Homeyer und Faßbender gegen die Finanz- und Beitragsordnung verstoßen hätten. In dem mehrheitlich gefassten Vor standsbeschluss wird Faßbender auch für die „mangelnde Dokumentation der Geschäftsbeziehungen“ und „zögerliche Zusammenarbeit“ mit der Untersuchungskommission kritisiert.
Zudem wurde ein Antrag gegen Rechtsextremismus beschlossen. Darin wendet sich die CDU-Spitze gegen Aufmärsche rechtsradikaler Parteien und will alle unterstützen, „die mit friedlichen Protesten und Aufklärungsarbeit Hetzveranstaltungen entge genwirken“ . (dpa/jt)