Mit den Organisatoren wolle er auch nicht sprechen, wohl aber "mit denen, die da mitlaufen".

Nun hat Gysi sicher viel Erfahrung im Umgang mit dem Volke, was er auch gern mit Anekdoten zu belegen sucht. Bei Pegida kam ihm ein unliebsames Erlebnis aus der Zeit in den Sinn, als die Linke noch PDS hieß, die Regierung in Bonn saß und seine Partei in dortigen Breiten allenfalls Exotenstatus genoss. Eines Tages wurde für Gysi in der nordrhein-westfälischen Provinz ein kleiner Saal angemietet, um interessierte Bürger über PDS-Politik aufzuklären. "Allerdings guckten die meist komisch", erzählte Gysi, und der Grund dafür war schnell gefunden: Nichts ahnend war er in einer Hochburg der "Republikaner" gelandet, die als rechtsextreme Gruppierung damals beachtliche Wahlerfolge einfuhr. Gysi verfügte seinerzeit auch nicht über den Schutz von Sicherheitskräften. Nur über einen Fahrer vom Fahrdienst des Bundestages. Als die Luft im Saal immer brenzliger wurde, ging der auf Gysi zu und sagte leise: "Es ist besser, wir machen jetzt beide die Mücke." Man darf gespannt sein, was Gysi nach seiner Begegnung mit den Pegida-Mitläufern zu berichten weiß.