Der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) hat es erlebt. Nachdem das Land auf die Stadt zuging und der OB der Fusion zustimmen wollte, wurde er im Netz zum "Umfaller". Außerdem wussten plötzlich viele User, dass man Szymanski dafür natürlich einen Ministerposten angeboten hat.

Dagegen musste es sich Brandenburgs Vize-Juso-Chefin Maja Wallstein gefallen lassen, dass ihr öffentlichkeitswirksames Engagement für den Erhalt der BTU vermeintlich auch der Eigenwerbung dienen sollte. Dass es ruhiger um sie wurde, als sie von der Kreis-SPD nicht zur Direktkandidatin für die Bundestagswahl auserkoren wurde - wahrscheinlich ist das nur ein Zufall.

Es war das hartnäckigste Gerücht: Der Senftenberger HL-Präsident Günter H. Schulz (63) lässt sich seine Fusionszustimmung mit einem Posten bei Ministerin Sabine Kunst in Potsdam versüßen. Was für ein Schurke im Vergleich zu dem uneigennützig für die BTU kämpfenden Präsidenten Walther Ch. Zimmerli (68). Nach dem Abschied ist Schulz nun wieder Professor in der Biotechnologie in Senftenberg. Und Zimmerli? Für ihn hat die HU Berlin eine Stiftungs-Seniorprofessur eingerichtet. Das hatte die Gerüchteküche nicht auf dem Schirm.