Betroffen sind nach Angaben der Unternehmensleitung 60 Mitarbeiter am Algatec-Standort in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) und 40 in Prösen (Elbe-Elster). Das im Jahr 2005 gegründete Unternehmen beschäftigt gegenwärtig noch 200 Mitarbeiter, die Produktionsstätte in Großräschen war im Jahr 2009 eröffnet worden.

An beiden Standorten werden Solarmodule produziert, die im überwiegenden Maße an Handels- und Projektgesellschaften geliefert werden. Die weitere Reduzierung der Einspeisevergütung habe dazu geführt, dass der Druck auf den Preis der Module weiter zugenommen hat. Zudem habe China im Gegenzug die Solarproduktion im eigenen Land massiv gefördert, so der Vorstandsvorsitzende Rainer Ruschke. „Mit den chinesischen Preisen konnten wir nicht mehr mithalten.“ In der Folge seien ganz besonders in diesem Jahr viele Solar-Großprojekte in Deutschland mit chinesischen Modulen realisiert worden.

Ungünstig habe sich zudem die weitere Regulierung für Solargroßprojekte ausgewirkt. Sie könnten inzwischen fast nur noch auf Konversionsflächen durchgeführt werden.

Die Agentur für Arbeit hat auf die Kündigungen schnell reagiert und für kommenden Montag eine Jobbörse in Bad Liebenwerda organisiert. Dort sollen 150 Arbeitsstellen in den Kreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Meißen angeboten werden.