Die gesamte SPD-Fraktion des Parlaments hatte sich am Dienstagabend ins Kino aufgemacht, um den Streifen des früheren US-Vizepräsidenten anzusehen.
Peter Danckert, der Abgeordnete des Spreewalds, sagt, die Vorführung sei eine "kluge Entscheidung" gewesen. Ihn habe der Streifen sehr betroffen gemacht. "Man fragt sich sofort, was man selbst machen kann als Autofahrer oder im eigenen Haus."
In seiner alltäglichen Arbeit ist der Sportpolitiker Danckert nicht mit dem Thema konfrontiert und auch in der Landesgruppe der SPD-Fraktion habe es bislang keine große Rolle gespielt. Aber er wisse spätestens seit gestern "dass wir noch radikaler umdenken müssen". Die Braunkohleregion, die an seinen Wahlkreis angrenze, brauche schnell Alternativen, vor allem Investitionen im Bereich erneuerbarer Energien.
Der Cottbuser Abgeordnete Steffen Reiche sagt, der Film sei beeindruckend. Er unterstützt das Vorhaben, ihn allen deutschen Schulen zugänglich zu machen.
In Reiches Lausitzer Wahlkreis liegen mit Jänschwalde und Schwarze Pumpe zwei Braunkohlekraftwerke, die für gut drei Prozent des gesamten bundesweiten CO 2 -Ausstoßes verantwortlich sind. Der Abgeordnete fordert, dass zunächst die alten Kohlekraftwerke in anderen Regionen vom Netz gehen sollten, die weniger effizient seien. Er sehe auch, dass auf mittlere Sicht die Interessen des Klimaschutzes und der Stromerzeugung aus Braunkohle nur bei der Abtrennung und Lagerung der Treibhausgase zu vereinbaren seien. Reiche setzt sich derzeit allerdings dafür ein, dass bei der Zuteilung von Verschmutzungsrechten die Braunkohlekraftwerke ihre jetzigen Mengen behalten.