Dioxin gilt als krebsfördernd und schwächt das Immunsystem. Welche Risiken gehen vom neuen Futtermittelskandal aus„
Genaue Werte liegen zwar noch nicht umfassend vor, eine akute Gefahr für die Menschen kann ich aber nicht erkennen. Zum einen wird ohnehin versucht, alle betroffenen Tierbestände ausfindig zu machen und die Produkte aus den Verkaufsregalen zu halten. Zum anderen haben ausnahmsweise leicht erhöhte Werte, die nicht auszuschließen sind, noch keine gesundheitlichen Folgen.

Wie das“
Der strenge Grenzwert der EU besagt, dass Menschen jeden Tag gefahrlos ein Billionstel Gramm pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen können. Wenn dieser Wert in seltenen Fällen selbst um das vier- bis fünffache überschritten wird, bleibt die Gefahr noch sehr gering. Wir nehmen des öfteren mit der Nahrung minimale Dioxinmengen auf. Dennoch sollte die Belastung nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es kann nicht abschließend bewertet werden, wie die Verbindungen im menschlichen Körper wirken, schon deshalb sollte man die Werte ständig minimieren. Wenn ich zu viel Dioxin über längere Zeit zu mir nehme, kann die Belastung bedenklich werden. Der eigentliche Skandal ist aber, dass gegen Rechtsnormen verstoßen wurde.

Teilen Sie angesichts wiederkehrender Lebensmittelskandale die Sorge vieler Verbraucher, dass man sich kaum noch gesund ernähren kann?
Diese Ansicht ist weit überzogen.Viele Krankheiten sind heute ausgemerzt oder äußerst selten. Doch die Analysemethoden wurden verfeinert, die Verbraucher sind besser informiert und haben höhere Erwartungen. Eine 100-prozentige Sicherheit kann es allerdings nicht geben.

Mit KARSTEN FEHLHABER
sprach Sven Heitkamp