Mehrere tausend Lehrer und Beschäftigte von Hochschulen, Polizei und Landesverwaltung werden am Donnerstag (15.30 Uhr) zu einer Demonstration in Potsdam erwartet. Die Gewerkschaften wollen damit auch in Brandenburg Druck auf die Arbeitgeber bei den laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder ausüben. Sie fordern in der laufenden Tarifrunde 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr. Ein großer Streitpunkt ist die tarifliche Eingruppierung der angestellten Lehrer. „Wir haben die Kollegen aufgerufen, nach der Mittagspause zum Aktionstag nach Potsdam zu kommen“, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Günther Fuchs. Da unter den 18 000 Lehrern in Brandenburg aber nur 2000 Angestellte seien, werde voraussichtlich lediglich an einigen Schulen nachmittags der Unterricht ausfallen. Beteiligt seien neben Beschäftigten bei der Polizei auch Mitarbeiter der Landesverwaltungen, Finanzämter oder der Straßenbetriebe, erläuterte Astrid Westhoff von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Nach einer Demonstration durch die Innenstadt ist eine Abschlusskundgebung (17.00 Uhr) vor dem Landtag geplant. Die Gewerkschaften erwarten bis zu 5000 Teilnehmer.