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| 01:37 Uhr

Aigner kündigt Finanzberatungsgesetz an

Ilse Aigner fordert professionellere Anlageberatung. Foto: ddp
Ilse Aigner fordert professionellere Anlageberatung. Foto: ddp FOTO: ddp
Berlin. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat für das kommende Jahr Gesetzesvorgaben in der Finanzberatung angekündigt. Sie halte mittlerweile gesetzliche Regelungen für notwendig, sagte Aigner am Freitag in Berlin im Anschluss an eine Fachtagung mit Bankenvertretern. ddp/SvD

Das Berufsbild des Honorarberaters müsse geschaffen werden, um für Bankkunden eine unabhängige Beratung sicherzustellen. Außerdem solle bei der Haftung für fehlerhafte Beratungen die Verjährungsfrist von bisher drei auf zehn Jahre verlängert werden. Verständliche Produktinformationsblätter, die über Risiken und Kostenstrukturen von Finanzprodukten aufklärten, müssten Standard werden. Der Bundesverband deutscher Banken habe sich auf freiwilliger Basis dazu verpflichtet, ab dem kommenden Jahr den Kunden solche Informationsblätter zur Verfügung zu stellen, ergänzte die Ministerin. Aigner forderte die Banken auf, ihr Vertriebssystem zu überdenken und transparenter zu gestalten. Die Kunden müssten wissen, ob ihnen ein provisionsabhängiger Vermittler oder ein unabhängiger Berater gegenüber sitze, sagte Aigner. Die Ministerin kritisierte auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Dort lägen Tausende Kundenbeschwerden vor. Die Behörde habe aber erst jetzt zugesagt, tätig zu werden. "Das hätte früher geschehen müssen." ddp/SvD