Während das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) die Zahl der HIV-Neuinfektionen für 2005 auf bundesweit etwa 2600 schätzt, hat es in Brandenburg 30 neue Fälle gegeben. Das sind rund zehn Prozent der etwa 350 in Brandenburg an der Immunschwäche erkrankten Personen. Zum Welt-Aids-Tag (1. Dezember) mahnte UN-Generalsekretär Kofi Annan die internationale Gemeinschaft, den Kampf gegen die globale Epidemie der Immunschwäche zu verstärken. „HIV/Aids ist weltweit gesehen die größte medizinische Katastrophe der Neuzeit seit Auftreten der Pest im 14. Jahrhundert“, sagte auch RKI-Präsident Reinhard Kurth. Weltweit hat die Aids-Epidemie mit erstmals mehr als 40 Millionen Infizierten einen neuen Höchststand erreicht, wie aus dem kürzlich veröffentlichten Welt-Aids-Bericht 2005 hervorgeht.