Der 54-jährige Konzeptkünstler war Anfang April zunächst ohne Begründung am Flughafen von Peking festgenommen worden. Sein Verbleib war zunächst unklar. Zweieinhalb Monate später kam er nach Behördenangaben nach einem „Geständnis bezüglich Steuerhinterziehung“ auf Kaution frei. Ai bestreitet sowohl das Geständnis als auch die Steuervergehen.

Libysche Regierung in zwei Wochen perfekt

Nach dem Ende der Kämpfe in Libyen stellt der Übergangsrat jetzt die Weichen für einen politischen Neuanfang. Der Ingenieur und Geschäftsmann Abdulrahim Al-Kib, den die Ratsmitglieder am Montagabend zum neuen Regierungschef gewählt hatten, soll nach libyschen Medienberichten binnen zwei Wochen eine neue Übergangsregierung bilden. Al-Kib sagte dem Sender Radio Sawa: „Es gibt sehr viel zu tun, doch das Wichtigste sind jetzt Sicherheit, Versöhnung und Wiederaufbau.“

Frankfurts OB Roth tritt vorzeitig ab

Die langjährige Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, Petra Roth, gibt ihr Amt völlig überraschend vorzeitig auf. Vor Journalisten kündigte die CDU-Politikerin am Dienstag an, dass sie Anfang Juli 2012 zurücktreten werde. Das ist ein Jahr vor Ablauf ihrer Amtszeit. Damit wolle sie den Generationswechsel an der Spitze der Stadtregierung schon im kommenden Jahr möglich machen.

Syrien vermint Teile der Grenze zu Libanon

Die syrische Armee hat an der Grenze zum Libanon und in mindestens einem weiteren Landesteil damit begonnen, Minen zu verlegen. Die Minen an Teilen der Grenze zum Libanon wurden von den Behörden in Syrien damit begründet, dass der Waffenschmuggel aus dem Libanon eingedämmt werden solle. Beobachter werteten es eher als Zeichen dafür, dass die Regierung in Damaskus zu verhindern versucht, dass der Libanon zum Rückzugsgebiet für die Opposition wird.

Sorge um Atommüllim Atlantik

I m Nordostatlantik entweicht einem Medienbericht zufolge Radioaktivität aus versenkten Atommüllfässern. Das ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ beruft sich dabei auf die Kommission zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks, der 15 Regierungen – darunter auch Deutschland – angehören. Demnach gebe es eine zum Teil erhöhte Konzen tration von Plutonium 238 in Wasserproben aus den Versenkungsgebieten. Das deute auf undichte Fässer hin. Laut Nuclear Energy Agency und der Internationalen Atomenergiebehörde hätten neun Staaten an 15 Stellen im Nordostatlantik bis 1982 insgesamt 114 726 Tonnen Atom müll in 222 732 Fässern versenkt.