Ihnen wird Betrug und Erpressung vorgeworfen, wie der zuständige Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, Thomas Steinkraus-Koch, sagte. Obwohl die Vorwürfe noch nicht bewiesen sind, reagierte das Unternehmen sofort: Die ersten drei Beschuldigten verloren ihren Job.

Ermittler hatten am Mittwoch das Ankunftszentrum durchsucht, nachdem mehrere Flüchtlinge Anzeigen erstattet hatten. Demnach hatten die Mitarbeiter ihnen gegen Zahlung von 100 bis 300 Euro angeboten, Bargeld über der für den Eigenbedarf zulässigen Höchstsumme nicht wie vorgeschrieben einzuziehen. Ihnen sei zudem mit Abschiebung gedroht worden, sollten sie nicht mitmachen, erläuterte Steinkraus-Koch.

Hintergrund ist, dass Asylbewerber maximal 750 Euro behalten dürfen - höhere Summen werden von der Regierung von Oberbayern einbehalten und mit Unterkunft und Verpflegung verrechnet.