Demnach haben AfD-Bundes- und Landeschefin Frauke Petry und Generalsekretär Uwe Wurlitzer beim Bundesschiedsgericht einen Antrag auf ein Ausschlussverfahren wegen parteischädigenden Verhaltens gegen Maier gestellt.

Hintergrund sind wiederholte Äußerungen Maiers, der sich auch gerne selbst als "kleiner Höcke" bezeichnet. Schon nachdem er im Januar als Vorredner des Thüringer AfD-Rechtsaußen Björn Höcke bei dessen heftig kritisierter Dresdner Rede das Ende des deutschen "Schuldkults" forderte und von der "Herstellung von Mischvölkern" sprach, hatte der Landesvorstand die Beantragung eines Ausschlussverfahrens beschlossen, dies aber später wieder zurückgestellt.

Im April hatte Maier erneut für einen Eklat gesorgt: Bei einer Veranstaltung des rechten "Compact"-Magazins soll er Verständnis für den 77-fachen Massenmord des norwegischen Rechtsterroristen Anders Breivik geäußert haben.