Das einzige Ergebnis: In der vergangenen Woche durfte sich Galau den Vertretern der übrigen Fraktionen im Hauptausschuss des Landtags vorstellen.

Sonderlich überzeugend war er dabei offenbar nicht. Gestern erklärten alle übrigen Landtagsfraktionen, dass sich ihre Einschätzung Galaus auch nach der Befragung nicht verändert habe. "Nach meiner persönlichen Überzeugung ist Andreas Galau aufgrund der Antworten, die er im Hauptausschuss gegeben hat, nicht geeignet, dieses Amt zu übernehmen", sagte SPD-Fraktionschef Mike Bischoff. Galau habe im Ausschuss die Antifa als SA bezeichnet. "Wir haben uns über Andreas Galau einen Eindruck verschafft und sind zum Entschluss gekommen, ihn nicht zu wählen." Auch Linken-Fraktionschef Ralf Christoffers und die Grünen-Abgeordnete Ursula Nonnemacher äußerten sich ähnlich. Die CDU kündigte an, sich wie bei den vorigen Wahlversuchen der Stimme zu enthalten.

Galau wäre gewählt, wenn er im Landtag mehr Ja- als Nein-Stimmen erhält. Theoretisch ginge dies auch, wenn sich alle anderen Fraktionen außer der AfD enthielten. Doch derzeit spricht alles dafür, dass der AfD-Politiker, der einst Mitglied der rechtsradikalen Republikaner war, auch heute im vierten Anlauf nicht gewählt wird.