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AfD vor Turbulenzen

Alexander Gauland ist die große Führungspersönlichkeit der Brandenburger AfD. Er hat die Partei in den Landtag geführt, sein stramm rechter Kurs ist auch auf Bundesebene prägend für die nationalkonservativen, ostdeutschen Landesverbände der Partei. Benjamin Lassiwe

Doch Gauland erklärte auf dem Landesparteitag in Pritzwalk, in zwei Jahren nicht wieder als Landesvorsitzender antreten zu wollen.

Brandenburgs AfD stellt das vor Probleme: Schon bei der Besetzung des Landesvorstands kam es zu offenem Streit. Gaulands Gefolgsleute aus der Landtagsfraktion blieben außen vor, stattdessen wählte der Parteitag die Kreisvorsitzende von Märkisch Oderland, Inge Bock, eine Delegierte aus einem Kreisverband, der mit der Landespartei wegen der Aufnahme eines rechtsradikalen Kreistagsabgeordneten in offenem Streit liegt.

Es spricht deswegen viel dafür, dass die nächsten Jahre für die Brandenburger Alternative für Deutschland turbulent werden.

In Pritzwalk schien es nicht, als hätte irgendeiner von Gaulands Mitstreitern aus dem Landtag eine signifikante Chance auf innerparteiliche Karriere.

Die künftigen Führungspersönlichkeiten der Brandenburger AfD müssen erst noch gefunden werden.