Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) gewinnt laut Insa im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt hinzu. Sie kommt bei diesem Institut damit erstmals seit April wieder auf fünf Prozent.

Auch die am Sonntag in Bayern aus dem Landtag geflogene FDP wäre mit sechs Prozent im Bundestag vertreten (plus zwei Punkte im Vergleich zur Vorwoche).

Die Union sehen die Meinungsforscher unverändert bei 38, die SPD mit einem Punkt mehr bei 28 Prozent. Die Grünen verlieren im Vergleich zur Vorwoche drei Punkte und landen bei acht Prozent. Die Linke steigt um einen Punkt auf neun Prozent.

Insa befragte bis Mittwoch 2248 Bürger. Schwarz-Gelb hätte demnach mit 44 Prozent der Stimmen keine Mehrheit. SPD, Grüne und Linke kämen rechnerisch auf 45 Prozent. Ein rot-rot-grünes Bündnis haben SPD und Grüne ausgeschlossen.

Würde das Ergebnis tatsächlich so ausfallen, könnte es auf eine große Koalition hinauslaufen. Schon seit Tagen werden für den Eintritt in solche Gespräche gerade von der SPD-Linken Bedingungen genannt. Dazu zählen ein Mindestlohn von 8,50 Euro, höhere Steuern für Reiche und gleiches Geld für gleiche Arbeit. Diskutiert wird auch über einen Mitgliederentscheid. Die Piratenpartei erreicht laut Insa nur zwei Prozent (-1). Die Fehlermarge liegt bei plus/minus einem Punkt bei den kleinen und bei rund zwei Punkten bei den großen Parteien.

In Umfragen, die ARD und ZDF vor einer Woche veröffentlichten, lagen Union und FDP einerseits und Opposition andererseits mit 46 zu 45 beziehungsweise 45 zu 46 Prozent fast gleichauf.

Bundespräsident Joachim Gauck mahnte am Donnerstag in Berlin: "Überlassen Sie unsere parlamentarische Demokratie nicht der Beliebigkeit oder gar dem Verdruss." Es gehöre zwar zur Freiheit in Deutschland, auf das Wahlrecht zu verzichten. Aber: "Demokratie passiert nicht einfach, sie wird gemacht: von uns."

Zur Stimmabgabe aufgerufen sind am Sonntag 61,8 Millionen Menschen. Der Wahlkampf geht fast bis zur Schließung der Wahllokale.