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| 02:34 Uhr

AfD-Chefin Petry verzichtet auf eine Spitzenkandidatur

Frauke Petry will Sachfragen unabhängig von Personalfragen diskutieren lassen.
Frauke Petry will Sachfragen unabhängig von Personalfragen diskutieren lassen. FOTO: dpa
Berlin. Nach einem monatelangen Machtkampf in der AfD-Führung verzichtet Parteichefin Frauke Petry völlig überraschend auf die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl. Die Parteivorsitzende erklärte in einer am Mittwoch verbreiteten Videobotschaft, dass "ich weder für eine alleinige Spitzenkandidatur noch für eine Beteiligung in einem Spitzenteam zur Verfügung stehe". dpa/bl

Zur Begründung sagte sie, es sei ihr wichtig, dass ihre Partei drängende Sachfragen unabhängig von Personalfragen diskutiere.

Petrys Entscheidung wenige Tage vor dem Bundesparteitag an diesem Wochenende in Köln traf die große Mehrheit ihrer Parteifreunde offenbar unvorbereitet. "Ich war vorab nicht informiert", sagte der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen.

Petry beklagte in ihrer Botschaft, die AfD leide seit Herbst 2015 darunter, dass es keine gemeinsame Strategie gebe. "So ist das Außenbild der AfD immer wieder durch die unabgestimmte - also für die Parteiführung völlig überraschende - maximale Provokation weniger Repräsentanten geprägt."

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