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| 02:42 Uhr

AfD-Bundesvorstand verbietet Ausschluss von Lucke-Anhängern

Unversöhnlich: AfD-Chef Bernd Lucke und Frauke Petry.
Unversöhnlich: AfD-Chef Bernd Lucke und Frauke Petry. FOTO: dpa
Berlin. Im Führungsstreit der Alternative für Deutschland hat die Co-Vorsitzende Frauke Petry aus Sachsen eine Schlappe erlitten. Der AfD-Bundesvorstand kippte am Dienstag in einer Telefonkonferenz einen Beschluss ihres Landesvorstandes vom vergangenen Donnerstag. dpa/uf

Dieser sah vor, dass sächsische AfD-Mitglieder, die sich dem Verein "Weckruf 2015" von Parteigründer Bernd Lucke angeschlossen haben, aus der AfD ausgeschlossen werden. Der Bundesvorstand stellte jetzt fest: "Es gibt keine Bedenken gegen eine gleichzeitige Mitgliedschaft im "Weckruf 2015' und in der AfD."

Dem Vernehmen nach waren knapp 90 Mitglieder aus Sachsen dem von Lucke gegründeten Verein beigetreten. Petry und ihr Rivale Lucke hatten am vergangenen Freitag beide erklärt, sie könnten sich eine weitere Zusammenarbeit nicht vorstellen. Hintergrund des Streits sind unterschiedliche Auffassungen darüber, ob die AfD eher eine liberal-konservative oder eine rechtsnationale Ausrichtung haben sollte. Einem Vorschlag zur Erneuerung der AfD-Spitze erteilte Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland eine Abfuhr. "Das ist heiße Luft, ohne jegliche Bedeutung", sagte er am Dienstag. Bayerns Landeschef André Wächter hatte sich für eine komplette Erneuerung der Führung ausgesprochen, um die Spaltung in eine liberal-konservative und eine rechtsnationale Partei zu verhindern.