"Das ist eine gute Botschaft für uns", sagte seine Stellvertreterin in Regierung und Partei, Birgit Diezel, in Erfurt. "Dieter Althaus ist unser Spitzenkandidat. Wir ziehen mit ihm in die Landtagswahl." In Thüringen wird am 30. August ein neuer Landtag gewählt. Heftige SpekulationenIn den vergangenen Tagen hatte es heftige Spekulationen gegeben, ob der 50-Jährige nach dem Skiunfall am Neujahrstag, bei dem eine Frau tödlich verletzt wurde, in die Politik zurückkehren kann. "Noch vor der Sommerpause" könne Althaus wieder politisch tätig werden, sagte der ärztliche Leiter der Reha-Klinik Schmieder, Joachim Liepert, am Dienstag in Allensbach am Bodensee. Er gehe davon aus, dass Althaus wieder ganz gesund werde. Noch aber seien Ruhe und Entspannung wichtig für den Heilungsprozess. Mitte März soll Althaus, gegen den die Staatsanwaltschaft in Österreich wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung ermittelt, vernehmungsfähig sein. Zu diesem Zeitpunkt soll auch die Kontaktsperre gelockert werden. Diezel kündigte an, dass sie Althaus im März in der Reha-Klinik erstmals besuchen wird. Sie werde mit ihm unter anderem über den Parteitag am 14. März zur Aufstellung der Kandidatenliste für die Landtagswahl sprechen. Sie sei froh über die Erklärung, dass Althaus wieder ganz gesund werde, sagte seine Stellvertreterin. Diezel sieht auch in den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und einer möglichen Anklage keine Probleme für eine Spitzenkandidatur von Althaus. An den Unfall, selbst und die Minuten davor erinnere sich Althaus nicht, erklärte Liepert. "Dass die Erinnerung zurückkommen wird, ist sehr unwahrscheinlich." Sein Langzeitgedächtnis sei jedoch ausgezeichnet, betonte der Arzt.Liepert berichtete, der Ministerpräsident habe nie einen Zweifel daran gelassen, wieder politisch aktiv werden zu wollen. Täglich TherapieNach Darstellung des Arztes wird Althaus mehrere Stunden am Tag therapiert. Eingeschränkt seien noch Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer. "Eine Zeitung von vorn bis hinten durchlesen, wäre momentan noch zu viel Konzen tration", erklärte der Neurologe. Nach Abschluss der Reha am Bodensee möchte Althaus in Thüringen eine ambulante Nachbehandlung absolvieren. dpa/uf