Willkürlich und ohne vorherige Absprache hätten sechs Kassen ihre Zahlungen für im Januar erbrachte Leistungen gekürzt, heißt es in einer Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) von gestern. Dies bedeute einen Ausfall von fast 500 000 Euro.
Die Kassenärztliche Vereinigung hatte den Kassen eine Frist bis zum 23. Februar gesetzt, um die ausstehenden Summen zu zahlen. Jetzt würden diese Beträge eingeklagt, erklärte KV-Hauptgeschäftsführer Hans-Jörg Wilsky.
Mit ihrem Vorgehen belasteten die Kassen schwer die "vertragspartnerschaftlichen Beziehungen". Eine von ihnen habe ihre gekürzten Zahlungen mit dem Abschluss eines Vertrages zur integrierten Versorgung in Berlin begründet. "Das hat mit der Bezahlung ärztlicher Leistungen in Brandenburg so viel zu tun wie die Geburtenrate in Hamburg mit der Zahl der Störche in Timbuktu", meinte der KV-Vorsitzende Hans-Joachim Helming. (dpa/ta)