Eine Sonderausstellung sowie Vorträge vermitteln Wissenswertes aus der Geschichte der Freiluftschau. Am 24. Mai werde über die Zukunft der Anlage diskutiert. Die Festwoche finde ihren Abschluss mit einem Kinderfest am 25. Mai.
Trotz Konkurrenz durch andere Miniaturparks in Sachsen erinnern sich immer mehr Besucher aus früheren Zeiten gern wieder ans "Klein-Erzgebirge", erklärte Vereinsvorsitzender Horst Drichelt. Es bedeute Traditionspflege, Liebe zur Heimat und Volkskunst. Die Folgen des August-Hochwassers 2002 seien weitgehend überstanden.
Neben den in diesem Frühjahr neuen Objekten Jagdschloss Rehefeld und Wasserschloss Klaffenbach gäbe es eine Reihe von Ideen und Projekten für die nächste Zeit. Derzeit sind rund 160 maßstabsgetreu und in erzgebirgischer Tradition aus Holz gefertigte Sehenswürdigkeiten der Region aufgebaut. Deren Erhaltung wird seit einiger Zeit durch Patenschaften unterstützt. Mit dem "Haus am Klein-Erzgebirge" und Rani's Holzkunsthaus kamen weitere Einrichtungen hinzu, die ganzjährig als Anziehungspunkte in Oederan dienen.
Das erste "Klein-Erzgebirge" in Oederan war am 21. Mai 1933 eröffnet worden. Damals setzten hauptsächlich arbeitslose Bastler und Schnitzer ihren Traum vom Heimatberg im Freien um. Im Jahre 1936 wurden bereits 240 000 Besucher gezählt. Im Zweiten Weltkrieg und danach fast in Vergessenheit geraten, wurde die Anlage ab 1952 an der jetzigen Stelle wieder aufgebaut und zog mehrere Millionen Besucher nach Oederan.
Der Sprung in die Marktwirtschaft gelang dank Übernahme des 12 000 Quadratmeter großen Areals durch den Verein. Zu den weiteren Höhepunkten in diesem Jahr zählen ein Eisenbahntreffen für die Spurweiten 5 und 7 1/4 Zoll am 27. Juli, ein Familienfest mit "Nacht im Klein-Erzgebirge" am 9. August sowie die traditionelle "Häuserabfahrt" zum Saisonschluss am 2. November. (ddp/bra) Internet: www.klein-erzgebirge.de