Die Grünen wollen mit der SPD verhandeln, „um Berlin ökologisch, sozialpolitisch und wirtschaftlich voranzubringen“. Zugleich bekräftigten sie ihr Nein zum Weiterbau der Stadtautobahn A 100. Auch wenn die SPD an dem Projekt festhalten wolle, werde man nicht klein beigeben, hieß es.

Range soll Nachfolger von Harms werden

Der Celler Generalstaatsanwalt Harald Range soll Nachfolger der am Freitag verabschiedeten Generalbundesanwältin Monika Harms werden. Dies strebe Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) an, berichtete die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Regierungskreise. Laut „FTD“ brachte Leutheusser-Schnarrenberger den 63-jährigen Range als neuen Kandidat ins Gespräch, nachdem die Berufung von Johannes Schmalzl gescheitert war.

An Uni-Kliniken droht Streik

An deutschen Unikliniken könnten ab November Tausende Ärzte die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Marburger Bund erklärte die seit rund zwei Monaten andauernden Tarifverhandlungen über die Bezahlung für rund 20 000 Universitätsärzte am Freitag für gescheitert und kündigte eine Urabstimmung über Arbeitskampf an.

Schwere Kämpfe in Somalia

Rebellen der somalischen Al-Schabaab-Miliz haben am Freitag ein Dorf an der kenianischen Grenze angegriffen. Bei schweren Gefechten mit dem somalischen Militär kamen sowohl Soldaten der Übergangsregierung als auch Al-Schabaab-Kämpfer ums Leben. Augenzeugen sprachen zudem von Opfern unter Zivilisten.

Ägypter demonstrieren gegen Notstandsgesetze

Mehrere 1000 Ägypter haben am Freitag bei Kundgebungen im ganzen Land die Aufhebung der seit Jahrzehnten bestehenden Notstandsgesetze gefordert. Laut Aktivisten waren die Gesetze von 1982, die der Polizei nahezu uneingeschränkte Befugnisse einräumen, ein Grund für die Menschenrechtsverletzungen unter dem gestürzten Präsidenten Husni Mubarak.

Westerwelle pocht auf Syrien-Resolution

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) dringt auf eine möglichst rasche Verabschiedung einer Resolution des Weltsicherheitsrats gegen das syrische Regime. Im UN-Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sind Sanktionen weiter umstritten. Das Gremium beriet zwar eine Resolution, die das harte Vorgehen gegen Regierungsgegner verurteilen würde, Russland machte aber schon deutlich, dass die Möglichkeit von Sanktionen nicht einmal erwähnt werden darf.