Ein gewaltiges Datenleck bei der Kanzlei Mossack Fonseca aus Panama bringt diverse internationale Politiker und Prominente mit Off-shorefirmen in Verbindung - so wie die zwölf oben Abgebildeten. In den Unterlagen, den Panama-Papieren, der Kanzlei tauchen die Namen von 140 Politikern oder ihrer Familienmitglieder sowie Vertrauter auf. Dabei ist es durchaus legal, Vermögen in solchen Unternehmen zu haben - solange es korrekt versteuert wird. Die grundsätzlichen Möglichkeiten zur Steuerhinterziehung, die Offshorefirmen bieten, sorgen aber für besonderes Augenmerk.

Politiker in Europa fordern nach den Enthüllungen über Geschäfte von Politikern und Sportstars in Steueroasen eine härteres Vorgehen gegen Steuerflucht und Geldwäsche. Aus den unter anderem von der "Süddeutschen Zeitung" ausgewerteten Dokumenten soll hervorgehen, dass neben Politikern, Sportlern und Prominenten auch Banker und Privatleute ihr Geld in Offshorefirmen geparkt haben. "Wir müssen Briefkastenfirmen und Stiftungen, deren wirtschaftlich Berechtigte anonym bleiben, weltweit verbieten", sagte Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) der "Süddeutschen".

Ein Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin und Prominente aus anderen Staaten wehrten sich unterdessen gegen Beschuldigungen. In Panama hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen zu den Vorwürfen eingeleitet. Ermittlungen oder Prüfungen gibt es in zudem in Australien, Israel, Spanien, den Niederlanden, Indien und der Schweiz.

Gabriel sagte zu den Enthüllungen, eine Geldgier von Superreichen verbinde sich mit Gewissenlosigkeit im Finanzsektor. "Beides zerstört das Vertrauen in den Rechtsstaat", sagte er.

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