Bei einem der schwersten Abstürze in der deutschen Luftfahrtgeschichte sind wahrscheinlich alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf stürzte ein Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings nahe des Ortes Digne in den französischen Alpen in schwer zugänglichem Gebiet ab. Auf Fotos und Videoaufnahmen aus der Luft ist zu erkennen, dass Trümmerteile über weite Teile eines zerklüfteten Tals verteilt sind. "Es gibt keinen Überlebenden", zitierte die Zeitung "Le Figaro" den französischen Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies.

Die Absturz-Ursache ist noch unklar. Der Airbus hatte schnell an Höhe verloren, bevor er an einem Berg zerschellte. Bergungskräfte konnten am frühen Abend jedoch die Blackbox der völlig zerstörten Maschine sicherstellen.

An Bord waren laut Germanwings 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Unter den Opfern sind mindestens 40 Spanier und 67 Deutsche - darunter 16 Schüler und zwei Lehrer eines Gymnasiums im westfälischen Haltern. Sie waren auf dem Rückweg von einem Austausch in der Nähe von Barcelona.

Die französischen Behörden stellen sich nun auf die Ankunft der Angehörigen der Verunglückten ein. In der Sporthalle von Digne sollen 800 Betten aufgebaut werden. Rotes Kreuz, Hunderte Polizisten und Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Germanwings hat am Dienstag zahlreiche Flüge gestrichen. Besatzungen hatten ihren Dienst nicht angetreten. Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte zudem, dass der abgestürzte Airbus wegen technischer Probleme am Montag am Boden stand. Das Problem mit einer Klappe am Rumpf sei routinemäßig behoben worden. Thema des Tages Seite 3