Wie der französische UN-Botschafter Jean-Marc de la Sabliere am Montag mitteilte, sollen die Einwände der libanesischen Regierung stärker berücksichtigt werden.

„Wir müssen die Sorgen aller bedenken, ohne die Logik des Textes aufzugeben“, sagte er. Viel Zeit bleibe dem Rat aber nicht mehr, der Moment für eine Entscheidung sei bald gekommen.

Die libanesische Regierung fordert ebenso wie die radikal- islamische Hisbollah den vollständigen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Libanon als Voraussetzung für eine Waffenruhe. Am Montag wollte der Sicherheitsrat in New York weiter über den Text beraten.

„Unsere Sorge ist natürlich, dass die libanesische Regierung mit dem Resolutionsentwurf, der von Frankreich und den Vereinigten Staaten vorgelegt worden ist, nicht einverstanden zu sein scheint“, zitierte die „New York Times“ den russischen UN-Botschafter Vitaly Tschurkin. „Also diskutieren wir die Lage, aber unglücklicherweise glaube ich nicht, dass wir einen Zauberstab haben.“ Der Text sei aber durchaus noch einmal in wesentlichen Punkten geändert worden, um den Vorbehalten entgegenzukommen.

Der Entwurf fordert Israel und die Hisbollah zur „vollständigen Einstellung der Feindseligkeiten“ auf. Außerdem wird die „Entsendung einer internationalen Truppe in den Libanon“ in Aussicht gestellt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) führte am Montag ein ausführliches Telefonat mit dem libanesischen Regierungschef Fuad Siniora. Sie setzt sich nach Regierungsangaben für eine schnellstmögliche Verabschiedung der Resolution ein.