Und auch Namensschilder müssen ausgetauscht werden: Denn Kornelia Wehlan, die frisch gewählte Landrätin von Teltow-Fläming, wird schon im November dem Landesparlament nicht mehr angehören.

Mit einem Dank an die Mitglieder des von ihr geleiteten Ausschusses für Infrastruktur und Landwirtschaft verabschiedete sich die Abgeordnete aus dem Plenum. Künftig wird die aus Potsdam-Mittelmark stammende Kommunalpolitikerin Astrit Rabinowitsch für sie im Landtag Platz nehmen. Wann die neu in den Bundestag gewählte Sprembergerin Birgit Wöllert ihren letzten Tag im Landtag hat und durch Norbert Müller ersetzt wird, ist dagegen noch unklar: Am Donnerstag zumindest hatte Wöllert es nicht eilig. Auch an der nächsten Sitzung ihres Landtagsausschusses wollte sie noch teilnehmen. Ein anderer dagegen hat Abschied und Neubeginn schon hinter sich: Ministerpräsident a.D. Matthias Platzeck. Er nahm an beiden Plenartagen mehrfach kurz in der zweiten Reihe seiner Fraktion teil. Doch am Plenargeschehen beteiligte er sich nicht, und als es in der Fragestunde um Anliegen seiner geliebten Uckermark ging, hatte der uckermärkische Abgeordnete Platzeck kurz zuvor den Raum verlassen. Aber vielleicht ist die zweite Reihe in der Fraktion für ihn ja auch nur ein Durchgangsposten: In Potsdam mehren sich Spekulationen darüber, dass er nach der nächsten Landtagswahl als Nachfolger von Gunther Fritsch zum Parlamentspräsidenten gewählt werden könnte.

Doch den schönsten Abschied erhielt in der vergangenen Woche ein Kollege. Der langjährige dpa-Korrespondent Ronald Bahlburg, der oft als einziger Journalist den Landtagssitzungen beiwohnte, wurde nach Ende der Tagesordnung am Mittwoch mit stehenden Ovationen verabschiedet. Künftig wird er in Berlin im Einsatz sein - und dass der ganze Landtag applaudierend aufsteht, zeugt davon, welch großer Verlust für die Brandenburger Presselandschaft dieser Abschied ist.