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Absage für Athens Milliarden-Forderung

Ein Zeitungsartikel erinnert an das Massaker von Distomo. In dieser Ortschaft in Mittelgriechenland töteten am 10. Juni 1944 Angehörige eines SS-Regimentes 218 Bewohner und brannten das Dorf nieder.
Ein Zeitungsartikel erinnert an das Massaker von Distomo. In dieser Ortschaft in Mittelgriechenland töteten am 10. Juni 1944 Angehörige eines SS-Regimentes 218 Bewohner und brannten das Dorf nieder. FOTO: dpa
Athen. Die Bundesregierung weist die neue Forderung Griechenlands nach 278,7 Milliarden Euro als Wiedergutmachung für NS-Verbrechen zurück. Vizekanzler Sigmar Gabriel sagte am Dienstag, die Reparationsfrage sei juristisch erledigt. dpa/dst

Der SPD-Vorsitzende warnte zugleich, es sei "dumm", Entschädigungsforderungen mit den Verhandlungen über Kredithilfen zu vermischen. Die Milliardensumme haben Experten des griechischen Finanzministeriums und der Zentralbank ausgerechnet. Umfasst werden Entschädigungen für Kriegsverbrechen und -schäden sowie Ansprüche aus einer Zwangsanleihe, die 1942 die Bank von Griechenland der Deutschen Reichsbank geben musste. Meinung und Politik Seiten 2 & 5