Der Lausitzer Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Fraktion Die Linke, Wolfgang Neskovic, nannte das Vorgehen in einer gestern verbreiteten Mitteilung einen "dreisten Vertragsbruch". "Nachdem Cottbus bereits weitgehend vom Fernverkehrsnetz abgeschnitten wurde, wird mit diesem Vertragsbruch die schon bestehende Benachteiligung der Lausitz vertieft", so Neskovic.

Nach Ansicht der brandenburgischen Bundestagsabgeordneten der Grünen, Cornelia Behm, werden in dem verschobenen Ausbau die Folgen einer verfehlten Bahnprivatisierung durch die Große Koaltion spürbar. "Die Bahn will offensichtlich kurz vor ihrem Börsengang keine Investitionen mehr ins Netz tätigen. Ab heute zählt nur der Profit. Dafür wird die Abkopplung ganzer Regionen wie der Lausitz billigend in Kauf genommen", erklärte Behm in Potsdam. Das sei "unverantwortlich". pm/B.M.