Eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung sei unterschrieben. Das Land habe fünf Mitarbeiter nach Berlin abgestellt, sodass die Jugendlichen entsprechend des Brandenburger Jugendarrestvollzugsgesetzes betreut würden.

Die eigene Arrestanstalt in Königs Wusterhausen war Anfang Juli wegen eines hohen Krankenstands beim Personal geschlossen. Die im Arrest befindlichen Jugendlichen wurden nach Hause geschickt, in 109 Fällen wurde die Ladung zum Arrest verschoben.

Ein geplanter Staatsvertrag zum Jugendarrest soll Anfang 2016 in Kraft treten, wenn er von beiden Landesparlamenten ratifiziert ist.

Der CDU-Politiker Danny Eichelbaum kündigte an, Minister Helmuth Markov (Linke) im Rechtsausschuss dazu befragen zu wollen. "Das Ministerium war seit dem Frühjahr über fehlende Personalkapazitäten informiert, hat jedoch keine spürbaren personellen Maßnahmen ergriffen, um den Betrieb der Anstalt aufrechtzuerhalten oder die Vereinbarung mit Berlin rechtzeitig abzuschließen", kritisierte er.