Die Unfallstatistik für das Jahr 2018 war alarmierend: Daraus ging hervor, dass die Zahl der Fahrradfahrer, die bei Unfällen verletzt wurden, deutlich angestiegen ist. Für die Polizei ein Grund mehr, bei den Kontrollen, auf Sicherheitsaspekte im Verkehr hinzuweisen.

Im Jahr 2018 ereigneten sich in Brandenburg 3874 Fahrradunfälle, darunter waren 20 Menschen, die auf den Radwegen oder Straßen Brandenburgs starben. Bei 75 Prozent der Fahrradunfälle 2018 wurden Personen verletzt. Nach Einschätzung des Fahrrad-Clubs ADFC ist das größte Problem für die Sicherheit von Radfahrern „die überalterte und dramatisch unterdimensionierte“ Infrastruktur, etwa zu schmale Radstreifen und Baustellen.

Die falsche Straßenbenutzung und Fahren unter Alkoholeinfluss als große Gefahrenquelle

Die Polizei Brandenburg weist allerdings auf einen anderen Aspekt hin: „Die Ursache für einen Verkehrsunfall setzten im letzten Jahr in 47 Prozent der Fälle die Fahrradfahrer selbst“. Die falsche Straßenbenutzung, das Nichtbeachten der Vorfahrt sowie das Fahren unter Alkoholeinfluss zählen dabei zu den Hauptursachen. Im Rahmen der Kontrollen werden die Beamten insbesondere auf die klassischen Vorsichtsmaßnahmen beim Radfahren hinweisen. Polizeioberrat Jan Strotzer: „Als Fahrradfahrer gilt für mich: „Beide Hände gehören an den Lenker. Das Handy gehört in die Tasche und die Kopfhörer in den Rucksack“.

Unfallstatistik zeigt Gefahr für Zweiräder Deutlich mehr verletzte Fahrradfahrer

Potsdam