Die A 15 ist seit Mittwochnachmittag in Fahrtrichtung Cottbus zwischen den Anschlussstellen Forst und Roggosen nach sechs Tagen Sperrung wieder geöffnet worden. Der Grund für die Sperrung in beide Fahrtrichtungen war eine vermeintliche Bombe, die unter der Fahrbahn bei Kilometer 48 vermutet wurde. Doch das stellte sich gestern als Irrtum heraus. Wie teuer der sein wird, will noch niemand sagen. Thomas Heyne vom Vorstand des Landesbetriebs Straßenwesen erklärt nur knapp: "Es gibt bislang keine Kostenschätzungen."

Deutlich schwerer fällt die Erklärung, warum man ein Rohr für ein Bombe hielt. Bei Vortriebsarbeiten für eine neue Gastrasse war eine Firma vergangenen Freitag unterhalb der A 15 auf ein Hindernis gestoßen - wie sich herausstellte: ein Rohr. Das wurde dabei derartig deformiert, dass es von den herbeigerufenen Munitionsexperten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes für eine Weltkriegsbombe gehalten wurde.

Noch Freitagnacht hatte man zweimal versucht, unterirdisch Sprengstoff in die vermeintliche Bombe einzuführen, um sie zu sprengen - vergeblich. Die Autobahn musste deshalb an der Stelle geöffnet werden. Montag begann das Technische Hilfswerk Cottbus mit den Arbeiten. Doch erst Dienstagabend war die Fahrbahn komplett geöffnet und das Erdreich vorsichtig ausgehoben. Für gestern Mittag war die Sprengung angesetzt. Die konnte dann aber abgesagt werden. Die Reparatur der A 15 in Richtung Polen dauert laut Landesbetrieb noch bis mindestens Montagabend.

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