"Bei der Kontrolle der CDU-Schulpolitik in den Landkreisen haben wir noch jede Menge zu tun", sagte Uwe Stelzmann vom Verein.
Ein neues Volksbegehren werde es aber nicht geben. Stelzmann vermutet, dass bis zum Ablauf der Frist am 19. Mai nur 360 000 Unterschriften zusammen kommen. Für einen Volksentscheid sind 450 000 Unterschriften nötig.
Die Initiatoren des Volksbegehrens wollten das Schulgesetz ändern, um weitere Schulschließungen trotz rückläufiger Schülerzahlen zu verhindern. Unter anderem war vorgesehen, die Klassen deutlich zu verkleinern.
Das Volksbegehren hatte der Verein "Zukunft braucht Schule" mit Unterstützung der SPD, der PDS und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im September vergangenen Jahres auf den Weg gebracht.
Zuvor hatten die Initiatoren per Volksantrag versucht, eine Schulrechtsänderung zu erreichen. Für einen eigenen Gesetzentwurf waren 2001 mehr als 60 000 Unterschriften gesammelt worden. Er wurde Anfang vergangenen Jahres zur Beratung ins Parlament eingebracht. Der Landtag lehnte den Entwurf im Juni 2002 mit CDU-Mehrheit ab.
Allerdings wies der sächsische Verfassungsgerichtshof eine Klage von Landtagspräsident Erich Iltgen gegen den Gesetzentwurf ab und machte damit den Weg für das Volksbegehren frei. (dpa/wie)