"Begeistert ist niemand." In Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) gibt es zwei Zeltstädte. Die erste mit 36 Zelten, aufgebaut Mitte Juli, sei gut gefüllt mit mehr als 350 alleinreisenden Männern. In der zweiten Zeltstadt mit 500 Plätzen - auf einem anderen Gelände - wohnten am Montag erst gut 20 Flüchtlinge. Sie werden vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut. Die Hilfsorganisation rechnet damit, dass die zweite Zeltstadt Ende nächster Woche komplett belegt sein wird.

Mit Blick auf die heißen Temperaturen sagte ein Sprecher: "Zelte sind keine optimale Lösung." Die Flüchtlinge würden aber ausreichend mit Wasser versorgt.

Experten wie der Dresdner Mediziner Veit Roessner warnen vor den Folgen einer Unterbringung von Flüchtlingen in Massenunterkünften. "Die Betroffenen sind enormen Stressfaktoren ausgesetzt. Je länger der Aufenthalt dauert, desto schlimmer wird es", sagte der Professor.