200 Vertreter von Flüchtlingsinitiativen, Verbänden, Kirchen und Parteien trafen sich dort am gestrigen Montag zur ersten Integrationskonferenz des von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ins Leben gerufenen "Bündnis für Brandenburg". Symbolischer hätte die Veranstaltung kaum beginnen können.

Auch Woidke gab sich staatstragend. Die Integration der Flüchtlinge sei eine der größten Herausforderungen der vergangenen 25 Jahre. Eindrücklicher waren da die Schilderungen der Flüchtlinge aus Syrien, die den Zuhörern von ihren Fluchterfahrungen berichten - vom IS, der eine Gitarre zerstörte, weil er sie für westlich hielt, vom Gefängnis in der Türkei und in Bulgarien und vom gefährlichen Weg über das Mittelmeer. "Eisenhüttenstadt war ein bisschen schwer, das Heim war nicht so gut", sagte Sami. In Frankfurt (Oder) aber fühle er sich wie zu Hause. "Alles ist super da", sagte ein anderer Flüchtling. Wie das geht? "Wir schaffen Kontaktmöglichkeiten für die Menschen", erklärt Thomas Klähn von der Willkommensinitiative Frankfurt (Oder). Aber noch fehlten dort und anderswo noch viele Menschen, die sich in ihrer freien Zeit für Kontakte zu Flüchtlingen engagierten. Gerade in kleinen Orten gebe es kaum Initiativen, die sich kümmerten. "Wenn keine Menschen da sind, die sich kümmern, umgeben sich die Menschen mit anderen, die ihre Sprache sprechen", sagte Klähn. "Dann versäumen sie Integration." Weswegen sich auch der Ministerpräsident noch mehr Engagement für Flüchtlinge wünscht.