„Die Preisträgerinnen haben sich in ihren Heimatländern unter schwierigsten Bedingungen und großen persönlichen Risiken mutig für die demokratische und gesellschaftliche Entwicklung und für die Verwirklichung der Menschenrechte eingesetzt“, hob der Bundespräsident hervor.

Amnesty International nannte die Entscheidung einen wichtigen Schritt für die Anerkennung des Kampfes von Frauen für Gleichberechtigung. „Dieser Friedensnobelpreis erkennt an, was Menschenrechtler seit Jahrzehnten wissen, (nämlich) dass die Förderung von Gleichheit zentral für den Aufbau von gerechten und friedlichen Gesellschaften weltweit ist“, sagte Salil Shetty, der Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation.

Guido Westerwelle, Bundesaußenminister, sagte: „Ich gratuliere Ellen Johnson-Sirleaf, Leymah Roberta Gbowee und Tawakkul Karman zum Friedensnobelpreis. Das sind drei hochverdiente und würdige Preisträgerinnen“, erklärte der FDP-Politiker. Die drei Frauen seien Vorbilder für die Verteidigung von Frauen- und Menschenrechten. „Ich habe großen Respekt vor diesen mutigen Frauen. Sie haben die Auszeichnung verdient“, fügte Westerwelle an.

Die Europäische Union hat „von ganzem Herzen“ gratuliert. Die Entscheidung „ist eine Anerkennung der ausschlaggebenden Rolle, die Frauen bei der friedlichen Beilegung von Konflikten und demokratischen Veränderungen in der ganzen Welt spielen“, erklärten EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy gemeinsam in Brüssel. Auch der Präsident des Europaparlaments, der Pole Jerzy Buzek, begrüßte die Auswahl der Preisträgerinnen: „Als langjähriger Verteidiger der Frauenrechte bin ich erfreut, dass das Nobel-Komitee den Preis in diesem Jahr an drei herausragende Frauen vergeben hat.“