Nach ihrem Sieg 1945 brachten die Alliierten die wichtigsten Kriegsverbrecher vor das Nürnberger Tribunal, stellten aber auch die Zivilbevölkerung auf den Prüfstand.

Mit 150 Objekten und Dokumenten zeichnet die Schau das Ausmaß der "Entnazifizierung des kleinen Mannes" nach, die Hindernisse und auch die Tricksereien vieler Deutscher, um sich einer Prüfung zu entziehen. Am Beispiel von sechs Biografien zeigt die Schau Formen der Kooperation und Zustimmung zum NS-System.

Nur wer "entnazifiziert" war, durfte nach Ansicht der westlichen Siegermächte im Nachkriegsdeutschland eine öffentliche Rolle spielen. Die Schau dokumentiert auch Versuche der Sowjetunion, frühere Nazis zur Rechenschaft zu ziehen.