Das Urteil sei nicht überzeugend, auch wenn die hohen Haftstrafen für die beiden rechtsextremen Schläger angemessen seien, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schär gestern in Dresden. Anders als das Gericht sieht die Staatsanwaltschaft in der verbotenen Organisation "Sturm 34" eine kriminelle Vereinigung.
Das Gericht hatte diesen Vorwurf gegen die fünf Angeklagten fallengelassen und mit einem fehlenden Gruppenwillen begründet. Aus Sicht von Schär hat es diesen jedoch gegeben, auch wenn nicht alle Mitglieder an den Überfällen beteiligt gewesen seien. Er bemängelte, dass der 21-jährige Angeklagte, der "nur" für die Ideologie zuständig gewesen sei, freigesprochen wurde. Auch eine "Art Arbeitsteilung" sei typisch für solche Organisationen. (ddp/mb)