Landtagspräsident Gunter Fritsch hat die Schirmherrschaft übernommen und will selbst an der Protestveranstaltung teilnehmen. Im Vorfeld unterstrich er, man dürfe es nicht zulassen, "dass Rechtsextreme uns ihre menschenverachtende und nationalsozialistische Gesinnung aufzwingen". "Wir müssen jede Gelegenheit nutzen, für ein tolerantes, friedliches Zusammenleben einzutreten." Außerdem wollen der evangelische Bischof Markus Dröge und etliche prominente Politiker in der Fontane-Stadt ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus setzen. Unter anderen haben sich Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke), Brandenburgs Sozialminister Günter Baaske (SPD) und die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock, angekündigt. Sie werden auf der geplanten Kundgebung in der Neuruppiner Innenstadt reden. Am Bahnhof Rheinsberger Tor werde es ein "demokratisches Empfangskomitee" geben, um den dort ankommenden Rechtsextremisten zu zeigen, dass sie nicht willkommen sind, kündigte ein Sprecher von "Neuruppin bleibt bunt" am Freitag an. Die Polizei rechnet mit rund 250 Teilnehmern des Rechten-Aufmarsches. Sie will ihn und das Straßenfest mit einem Großaufgebot sichern. Man habe sich auf diesen Tag wochenlang vorbereitet, sagte eine Polizeisprecherin. dpa/mb