Auch Polens Ministerpräsident Leszek Miller und sein tschechischer Amtskollege Vladimir Spidla haben ihr Kommen zugesagt.
Im Mittelpunkt der Feiern steht der Dreiländerpunkt an der Neiße. Nach einer Feststunde mit einer Rede Kohls wird dort am Abend des 30. April ein trinationales Theater-Licht-Spektakel mit Chormusik und Feuerwerk über die Bühne gehen. Dabei werden Jugendliche und Künstler aus den drei Ländern die Ringparabel von Gotthold Ephraim Lessing gestalten. Provisorische Brücken über die Neiße sollen an diesem Ort das gemeinsame Fest ermöglichen.
Auch in der Stadt Zittau selbst sowie in den polnischen und tschechischen Nachbarstädten sind eine Vielzahl von Veranstaltungen geplant. Schröder, Miller und Spidla, die sich für den 1. Mai - den offiziellen Beitrittstag - angekündigt haben, werden dann voraussichtlich von Zittau aus gemeinsam zu den Beitrittsfeierlichkeiten der Europäischen Union nach Dublin reisen. Geplant seien im Dreiländereck "keine großen Staatsakte", sondern das Zusammentreffen der Regierenden mit den Bürgerinnen und Bürgern, sagte Sachsens Staatskanzlei-Chef Stanislaw Tillich.
Zittaus Oberbürgermeister Arnd Voigt (parteilos) sagte, die Region des Dreiländereckes rücke am 1. Mai "wirtschaftlich, politisch und auch kulturell in das Zentrum Europas". Der Landrat des Kreises Löbau-Zittau, Günter Vallentin (CDU), sagte: "Wir erwarten den Beitritt mit Ungeduld und Freude." Martin Puta, Bürgermeister von Hrádek nad Nisou, sprach von einem Höhepunkt in der Zusammenarbeit der drei Kommunen.
Programm im Internet: www.sternstunden-europas.de; www.zittau.de