Es bietet acht Plätze für die Tagespflege, sagte Jürgen Schulz. Er ist Gründer der Björn-Schulz-Stiftung, zu der das Hospiz gehört. Nachts und am Wochenende sind die Kinder bei ihren Familien. Die Stiftung soll das Hospiz „Sonnentag“ entlasten und das seit 2007 bestehende Angebot eines ambulanten Kinder-Hospizdienstes in der Region ergänzen. Der Umbau vorhandener Räume kostete 250 000 Euro.

Auf 200 Quadratmetern arbeiten acht Mitarbeiter. Noch gebe es keine Anmeldungen, doch freuten sich viele der bislang ambulant betreuten Familien auf das Haus, sagte eine Stiftungssprecherin. Neben Ergo- und Physiotherapie gebe es Musik- und Kunsttherapie. Zielgruppe sind beispielsweise Kinder mit genetischen oder schweren neurologischen Krankheiten oder Krebs.

Sie können tage- oder stundenweise betreut werden. „Eltern haben ab der Diagnose einer lebensbegrenzenden Erkrankung bei einem Kind das Recht auf Unterstützung. Die Notwendigkeit der Entlastung kann sich über Jahre erstrecken und immer wieder nötig sein“, erläuterte Schulz.

Die Björn-Schulz-Stiftung hilft nach eigenen Angaben bundesweit Familien mit krebs- und chronisch kranken sowie schwerst- und unheilbar kranken Angehörigen im Alter bis zu 35 Jahren. Sie wurde von der Kinderhilfe ins Leben gerufen. Der Stiftungsname geht auf den Berliner Björn Schulz zurück, der siebenjährig an Leukämie starb. Die Stiftung wird durch Spenden und Krankenkassen-Beiträge finanziert.