"Es war einfach sensationell", erklärte Alon Meyer, der Präsident des Dachverbandes Makkabi Deutschland, am Dienstag.

"Der Rahmen, die Umgebung und die Möglichkeiten zum Sporttreiben haben alle Erwartungen erfüllt - es war für uns ein Sommermärchen", sagte Meyer zum Abschluss des achttägigen Großereignisses des jüdischen Sports in Berlin, das am Dienstag mit einer Abschlussgala im Hotel Estrel zu Ende ging. "Sportler haben mir immer wieder berichtet, dass sie zuvor nicht gedacht hätten, dass es in Berlin so toll wird", fügte Meyer hinzu. "Die Entscheidung für Berlin war ein großer Vertrauensbeweis und ein starkes Zeichen der geschichtlichen Aussöhnung", schätzte

Berlins Sportsenator Frank Henkel ein. Es gebe in ganz Deutschland "keinen Ort von größerer Symbolkraft für dieses Sportereignis." Rund 2300 jüdische Sportlerinnen und Sportler aus 38 Ländern trugen Wettkämpfe in 166 Disziplinen dort aus, wo 1936 viele jüdische Athleten von den Olympischen Spielen ausgeschlossen waren. Das Sicherheitskonzept sei aufgegangen. "Freiwillige Helfer, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste haben hervorragende Arbeit geleistet. Es waren schöne Spiele und es waren sichere Spiele", sagte Henkel. Zu antisemitischen Pöbeleien gegen sechs Teilnehmer und zwei Wachleute am Freitag äußerte sich Alon Meyer. "Das war nicht gut, das war eine Schande. Aber ähnliche Vorfälle können in einer Großstadt wie Berlin auch bei einer nichtjüdischen Veranstaltung passieren."

Großes Lob sprach Alon Meyer den 300 Volunteers und dem kleinen Organisationsstab mit nur drei Hauptamtlichen aus. "Ihre Leistung ist kaum in Worte zu fassen. Viele von ihnen haben nächtelang kaum geschlafen. Das geht nur, wenn man mit Leib und Seele bei der Sache ist", sagte Meyer.