Angela Merkels Kabinengeflüster: Die Kanzlerin wurde ja in diesem Jahr 60. Bei der Fußball-WM in Brasilien, so erzählte ein DFB-Funktionär auf der Fete, habe man ihr nach dem Sieg gegen Portugal vor der Kabine der Nationalmannschaft gesagt, einen Moment bitte, wir gucken mal nach, ob die Luft rein ist. Wegen nackter Männer und so. Worauf Merkel grinsend angemerkt haben soll: "Ich bin eine erwachsene Frau!" Und hineinging. Prompt stand Mats Hummels vor ihr - im Adamskostüm.

Frank-Walter Steinmeiers Unterhosen: Das kann ganz schön zwicken. Vor allem in Krisenzeiten. Der Außenminister war 2014 wegen der Ukraine und wegen Russland viel unterwegs. Und nicht immer hatte er dem Vernehmen nach genügend Wäsche dabei. Deswegen mussten seine Mitarbeiter schon mal losziehen, um Steinmeier neue Unterhosen zu kaufen. Was hat die Oma früher immer gesagt? Wechselwäsche nicht vergessen!

Volker Kauders Gespür für Frauen: Heul doch! So konnte man den Satz des Jahres von Unionsfraktionschef Kauder über Manuela Schwesig auch verstehen: "Die Frau Familienministerin soll nicht so weinerlich sein", hatte er in Macho-Manier gesagt. Das gab sogar einen Rüffel der Bundeskanzlerin. Doch gewonnen hat den Streit um die Frauenquote Schwesig. Spiel, Satz und Sieg.

Heiko Maas und die Notbremse: Der Justizminister musste in die Eisen gehen - nach seinem Umzug an seinen neuen Arbeitsort Berlin ließ er den neuen Mieter seines Hauses in Saarlouis die Courtage bezahlen. So was Blödes aber auch. Arbeitete Maas doch wochenlang an einem Gesetzentwurf zur Mietpreisbremse, der auch vorsieht, dass die Maklergebühr künftig der Vermieter berappt. Reumütig zahlte der Minister das Geld zurück. Eine klassische Notbremse.

Barbara Hendricks und die Filmchen: Sex geht immer, so dachte wohl auch die Umweltministerin bei ihrer Klimaschutz-Kampagne. Ein Werbefilmchen ging so: Tochter erwischt Eltern in eindeutiger Position. Peinlich berührt macht sie das Licht aus, das Umweltministerium bedankt sich. Denn jetzt spart die Familie Energie und schont das Klima! Sex im Dunkeln, da macht selbst die Erderwärmung schlapp. Danke, Frau Hendricks.

Horst Seehofer und die Nachfolge: Das waren viele Fettnäpfchen gefüllt mit süßem Senf. Geht er oder geht er nicht vor der nächsten Landtagswahl in Bayern im Jahr 2018? Der Ministerpräsident nutzte das Jahr für lustige Spielchen mit potenziellen Nachfolgern: Ene, Mene, Mu - und raus bist Du! Raus bist Du noch lange nicht, zeig mit erst, wie toll Du bist. Am Ende macht es Seehofer vermutlich doch wieder selber.

Thomas Oppermann, König der Versprecher: Sie heißt Haßelmann, Britta Haßelmann! In diesem Jahr verwechselte der SPD-Fraktionschef die Grüne mit der CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeld so oft wie manch einer Aronal und Elmex. Dabei sind beide weder Zwillinge noch in derselben Partei. Mehrfach redete Oppermann die Grüne im Bundestag mit Hasselfeldt an. Peinlich. Grund genug, im neuen Jahr mal zu üben.

Ursula von der Leyen und der Kopierer: Ja, ja, die Uschi, wie von der Leyen in Berlin gerne genannt wird. Ließ sich vor einer Transall knipsen wie eine Feldherrin. Die PR-Schlacht der Ministerin nervte nicht nur Parteifreunde. Sondern auch SPD-Chef Sigmar Gabriel. Der spottete vor der Fraktion, selbst wenn von der Leyen im Kopierraum stehe, schaue sie in die Ferne und lasse sich fotografieren. Die fand es gar nicht witzig. Warum eigentlich?

Alexander Dobrindt und die Schuhe: In modischen Fragen ist der Verkehrsminister offenbar sensibel, seit er vor Jahren 20 Kilogramm abgenommen hat. Die Anzüge sitzen eng, die Brille ist modern kantig. Und in diesem Jahr trat der Maut-Minister sogar mit einem besonderen Accessoire öffentlich auf: mit goldenen Schuhen. Fans schwärmten, das sei ein "Augenschmaus". Spötter meinten: "Unten hui, oben pfui." Die Wahrheit liegt wohl dazwischen.