Einer davon sei der jetzt auf der Mittelmeerinsel Malta angeschossene "Sigmar".
"Vor 150 Jahren war der Schreiadler hier die häufigste Adlerart", sagte Freude. "Heute ist es die seltenste Art." Zur Wendezeit habe es noch 34 Paare im Land gegeben. "Jetzt sind es noch 20." Zugleich hätten sich die Zahlen der Seeadler verdoppelt, die der Fischadler verdreifacht.
Das Rettungskonzept macht sich eine einzigartige Besonderheit der Brutbiologie der Schreiadler zu Nutze. "Schreiadler legen zwei Eier", erklärte Freude. "Aber nur eines der Jungen wird groß." Brandenburger Naturschützer und Wissenschaftler nehmen nun eines der Jungen aus dem Nest und päppeln es etwa zwei Wochen mit der Hand auf. (dpa/mb)