Zudem sei der Verfolgungsdruck auf grenzüberschreitende Täterstrukturen deutlich verstärkt worden.

Die Hundertschaften würden auch in diesem Jahr die Landes- und Bundespolizei in der Grenzregion unterstützen. "Sie arbeiten eng mit den polnischen Polizei- und Justizbehörden zusammen", erläuterte Woidke. "Ich bin froh darüber, dass wir einen stärkeren Verfolgungsdruck von polnischer Seite auf Straftäter verzeichnen konnten." Deshalb gelinge es immer häufiger, die Organisationen der Täter besser ins Visier zu bekommen und zu zerschlagen.

"Wir nehmen die Besorgnisse der Menschen sehr ernst und versuchen, bei der Aufklärung von Straftaten noch besser zu werden", sagte Woidke. Er riet betroffenen Bürgern, umgehend die Polizei zu informieren. Seit dem Beitritt Polens zum Schengenraum 2007 und dem Wegfall der Grenzkontrollen habe es bei bestimmten Kriminalitätsbereichen Steigerungsraten bis zwanzig Prozent gegeben. "Das war nicht mehr hinnehmbar", meinte Woidke.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Lakenmacher ist im Gegensatz zu Woidke der Meinung, dass auch die Hundertschaften das Problem nicht eingedämmt haben. Das kriminelle Vorgehen der international agierenden Diebesbanden werde immer dreister und wilder, kritisierte der innenpolitische Sprecher. Zudem sinke die Aufklärungsrate der Straftaten.