Mehr als 20 Verdächtige wurden laut Vizepolizeichef Paul Stephenson in der Nacht zu gestern festgenommen. Er sprach von Plänen für einen „Massenmord von unvorstellbarem Ausmaߓ .
In Großbritannien trat die höchste Sicherheitsstufe in Kraft. Auch die USA und Deutschland reagierten auf die neue Bedrohungslage mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Der internationale Flugverkehr zwischen Großbritannien und dem Ausland wurde weitgehend gestoppt. Die mutmaßlichen Terroristen planten laut Stephenson, mehrere Maschinen im Flug durch Explosionen abstürzen zu lassen. Ihre Bomben wollten sie im Handgepäck mit an Bord nehmen. Die Attentäter wollten bis zu neun Maschinen sprengen. Der Vizechef der Anti-Terroreinheit der britischen Polizei, Peter Clarke, sprach von einem Anschlagsplan mit "globalen Dimensionen". Anti-Terror-Fahnder griffen nachts in London und im Einzugsgebiet der Hauptstadt sowie im mittelenglischen Birmingham und im Südosten des Landes zu. Scotland Yard machte keine Angaben zur Nationalität der Festgenommenen. In Deutschland wurde durch die Ereignisse eine erneute Deb atte um die Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen entfacht. Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach forderte eine Überprüfung der deutschen Flugsicherheit. Markus Kirschneck, Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, mahnt im RUNDSCHAU-Interview vor Schnellschüssen und rät, abzuwarten wie sich das neue Luftsicherheitsgesetz bewährt. (AFP/ta)