Auch zum Prozessauftakt brach der Angeklagte sein Schweigen nicht. Er werde zunächst keine Erklärung zu den Vorwürfen abgeben, ließ er von seinem Verteidiger verkünden. Von Dezember 2013 bis Februar 2015 soll er insgesamt 914 Kilogramm Drogen, darunter Kokain und Haschisch und Tausende verschreibungspflichtige Tabletten, verkauft haben - bis in die USA und nach Australien.

Der junge Mann sitzt seit dem 27. Februar in Untersuchungshaft. Mit dem Fall beschäftigt sich eine Jugendstrafkammer des Landgerichts. Das Gericht will während der Verhandlung darüber befinden, ob für den jungen Mann noch das Jugendstrafrecht gilt. Dann läge die Strafe im Falle einer Verurteilung bei mindestens sechs Monaten und höchstens zehn Jahren Haft. Wird er als Erwachsener behandelt, könnten es zwei bis fünfzehn Jahre werden.