Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch würdigte Achim Mentzel, der zuletzt im Stadtteil Gallinchen wohnte, in einem Beileidsschreiben an die Familie als "eine Stimmungskanone auch abseits der großen Bühnen". Der Sänger sei ein "Botschafter unserer Stadt, einer der deutschlandweit bekanntesten Cottbuser" gewesen, der immer stolz auf seine Lausitzer Wahlheimat gewesen sei. "Er war vielleicht kein Ur-Cottbuser, aber ein uriger Cottbuser allemal. So werden wir ihn in dankbarer Erinnerung behalten", teilte der CDU-Politiker mit.

Der FC Energie Cottbus schrieb nach der Nachricht vom Tod Achim Mentzels via Facebook: "Danke, dass du uns weit mehr als eine FCE-Hymne hinterlassen und die Lausitz stets mit einem Lächeln auf den Lippen in die Welt hinaus getragen hast. Die nächste Legende verlässt uns."

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zeigte sich ebenso betroffen vom plötzlichen Tod des Sängers und Moderators. "Achim Mentzel war Kult. Als vielseitiger Künstler war er sehr beliebt", erklärte der SPD-Politiker. Die Potsdamer Staatskanzlei hatte Mentzel auch in den Kreis der ‚Brandenburger Köpfe' aufgenommen. Das sind Prominente, deren Lebenswege in Brandenburg begannen oder die märkische Geschichte über lang oder kurz querten.

MDR-Fernsehdirektor Wolf-Dieter Jacobi würdigte Mentzel als "unverwechselbaren Entertainer", den man nicht kopieren könne und der auch gut über sich selbst habe lachen können.

Florian Silbereisen schrieb auf Facebook: "In seiner Show hatte ich meinen ersten Auftritt beim MDR. Ich bin ganz traurig! Servus, Achim!"

Mentzels Tanzpartnerin bei der RTL-Show Let's Dance, Sarah Latton, schrieb: "Lieber Achim, Du hast nicht nur Kühe zum Fliegen gebracht, sondern auch mir viel beigebracht und so viel Lachen & Freude geschenkt."

Besonders herzlich fiel die Anteilnahme bei Oliver Kalkofe aus. Der Komiker hatte Mentzel in der Vergangenheit immer wieder aufs Korn genommen und ihn als "das zottelige Zonenmonster" verspottet. Mentzel hatte allerdings immer mit Humor reagiert. "Du hast mit deiner Kreidezeichnung von KALKI IST DOOF in Achims Hitparade das interaktive Fernsehen erfunden", schrieb Kalkofe auf seiner Facebook-Seite. Über die Jahre war zwischen den beiden eine Freundschaft gewachsen, die mit gegenseitigen Überraschungen gespickt war. "Du hast Humor und Selbstironie bewiesen, als die meisten TV-Schaffenden dies noch für eine Krankheit hielten", würdigt Kalkofe nun den Weg seines Freundes: "Jetzt bist Du im Gurkenhimmel, obwohl wir noch so viel Beklopptes gemeinsam vorhatten. Versprich mir, dass Du den Engeln täglich SAUER MACHT LUSTIG vorsingst und an jedem Sonntag mindestens einmal die Kuh fliegen lässt! Wir werden Dich niemals vergessen."

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Auch auf www.lr-online.de haben am Dienstag Leser um Achim Mentzel getrauert. Einige Auszüge aus den Kommentaren: Hollister: "Er war schon irgendwie ein Original, seine Musik musste man nicht mögen, seine Lebensfreude hingegen war tief beeindruckend." Bogiralle: "Ich bin einfach nur traurig . . . , Du fehlst uns jetzt schon in Gallinchen!" Psychosis: "Du warst ein ganz großer Sympathieträger der Lausitz. In Deinem Innersten steckte auch ein Rocker. Lass es im Himmel mit Lemmy Kilmister ordentlich krachen." Einervonhier: "Wie wäre es mit einer Tafel und einem Bild von Dir an der Stadthalle: ‚Achim Mentzel - der größte Entertainer der Stadt Cottbus'"