Die letzten Zinnien leuchten in der Herbstsonne, Besucher schlendern durch die Anlage. An diesem Sonntag schließt die Landesgartenschau in Prenzlau (Uckermark) mit einem Besucherrekord. Mehr als 400 000 Gäste schauten sich die "Grüne Wonne" an. Die Ausstellung zieht sich wie ein grünes Band vom Uckersee in die Kreisstadt. Die Veranstalter waren in ihrer Prognose nur von rund 300 000 Besuchern ausgegangen.

Noch kurz vor Eröffnung der Gartenschau am 13. April lag Schnee, und so mussten die Gärtner um die Frühjahrsblüher bangen. Doch dann blühte alles auf, darunter mehr als 500 000 Blumenzwiebeln.

Zwei Blumen erhielten auf der Gartenschau ihren Namen: die "Feine Fine", eine Petunie, und eine Dahlie namens "Uckermark". In Brandenburg findet die nächste Landesgartenschau erst im Jahr 2019 statt, wie die Landesregierung mitteilte. Zuvor sind die Bundesgartenschau 2015 im Havelland und 2017 die Internationale Gartenschau in Berlin zu sehen.

Der jahreszeitlich wechselnde Flor wird nun von den Farben ocker, braun, weiß, violett dominiert. Im Außengelände der 13 Hektar großen Flächen färben sich langsam auch Weinberge, Büsche und Bäume.

Für 85 Mitarbeiter geht die Arbeit auf dem Gelände zu Ende. Sie konnten sich bereits auf einer Jobbörse nach neuen Arbeitsmöglichkeiten umschauen. Auch sollen ihnen Behördengänge erleichtert werden, betonte ein Laga-Sprecher.

Nach Abschluss der fünften Landesgartenschau wird die zweistöckige Blumenhalle zum Schulgebäude umfunktioniert, wie der Sprecher berichtete. "Der Park ist als öffentliche Anlage künftig frei zugänglich, für Erholungsuchende und Touristen." Die weithin sichtbare Fontäne im Uckersee soll ebenfalls erhalten bleiben. Ein Teil der Beete allerdings wird zu Rasen, was die Pflege vereinfache.

Zu den Ausstellern gehörten auch Produzenten und Künstler aus der Region. Imker warben um Nachwuchs für ihre Vereine. "Wir wollen die Menschen für die Natur sensibilisieren", sagte Horst Riedel, Vorsitzender des Imkervereins Schmölln. Dabei gehe es nicht nur um Bienen, sondern auch um Wespen und Hornissen.

Die Vereine seien überaltert. "Viele Imker arbeiten die Woche über auswärts. Da bleibt keine Zeit für das Hobby", sagte Riedel von der Interessengemeinschaft Uckermärkische Imker. Imker würden auch 2014 an Volkshochschulen Kurse anbieten und theoretisches Wissen vermitteln. Veranstaltungen für Schulklassen seien geplant.