Mit Schildern und Transparenten wie „Interessante Menschen haben Geheimnisse“ und „Installation Überwachungsstaat – Abbrechen“ forderten die Demonstranten am Samstag ein Ende staatlicher Überwachungsprogramme. „Es kann nicht sein, dass man die Daten von allen Bürgern abgreift“, sagte Frederic Krumbein von Amnesty International Berlin.Mehrere Redner riefen dazu auf, die aktuelle Bundesregierung abzuwählen und ernteten dafür Applaus. „Wir wollen sicher vor Überwachung leben. Dafür gehen wir heute auf die Straße, und dafür gehen wir in zwei Wochen an die Wahlurne“, rief Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung den Demonstranten zu.Der amerikanische Internetaktivist Jacob Appelbaum betonte die Vorreiterrolle von Deutschland als Land, in dem Datenschutz vielen Menschen besonders wichtig sei. „Es gibt keine solchen Proteste in meinem Land“, sagte er über die USA. Die Demonstranten rief er auf, von deutschen Diensten und der Politik Konsequenzen zu verlangen. „Wenn Deutschland umschwenkt, schwenkt der Rest um.“Die Demonstranten füllten die Karl-Marx-Allee an der Otto-Braun- Straße am Alexanderplatz. Wie viele Menschen gekommen waren, wollten Polizei und Veranstalter gegen Ende der Demonstration bekanntgeben.