Entsprechend dem von der SPD-CDU-Koalition jüngst beschlossenen Schulgesetz dürfen dort begabte Grundschüler schon ab der 5. Klasse und nicht erst wie üblich ab 7. Klasse ein Gymnasium besuchen. Vier der vierzehn Landkreise bleiben nach RUNDSCHAU-Recherchen weiße Flecken.
Das Ministerium bestätigt, dass zum nächsten Schuljahr keine Leistungsklassen in Uckermark, Prignitz, Oberhavel und Elbe-Elster eingerichtet werden. Begabte Kinder werden dort nicht nach dem vierten Schuljahr in spezielle Klassen wechseln können, wo mathematische, musische oder Sprachen-Talente gezielt gefördert würden. In Potsdam-Mittelmark wird es Leistungsklassen in Kleinmachnow, Werder und Belzig geben.
Und weißen Flecken im Land steht ein drohendes Überangebot in der Landeshauptstadt Potsdam gegenüber, wo erbittert darum gestritten wird, gleich fünf Klassen einzurichten. Auch aus Sicht des Bildungsministeriums sind das "zu viele". Gleichwohl hat das Ministerium alle fünf Konzepte gebilligt - und überlässt der Stadt die Entscheidung. Die PDS-Opposition, die die Elite-Klassen strikt ablehnt, spricht von einem "Flickenteppich".
Wichtigster Grund dafür ist: Das Gesetz sieht keine Pflicht und kein Regionalprinzip vor, die Klassen überall einzurichten. (Eig. Ber./thm)